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FREILICHTMUSEUM






Unmittelbar am Randes der Ortschaft Neuhausen ob Eck hat der Landkreis Tuttlingen mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg seit 1982 ein regionales bäuerliches Freilichtmuseum aufgebaut, in dem ländliche Geschichte aus den Landschaften Ostschwarzwald, Südwestalb, westlicher Bodensee-raum/Hegau, Baar/Baaralb und „Oberes Gäu“ auf einem 18 ha großen Gelände ganzheitlich präsentiert wird. Die meist mehrere Jahrhunderte alten Gebäude stehen als anschauliche Exemplare für die ländlichen Bauweisen dieser Landschaften.


SOUTHSIDE-FESTIVAL 2012: 22.-24. JUNI



Seit dem Jahr 2000 ist Neuhausen für das Open-Air-Festival weltweit bekannt. Mit über 50 000 Besuchern jährlich wird Neuhausen ob Eck zu einer mittleren Großstadt.

Schwerpunkt bilden die Musikrichtungen Rock, Alternative, Independent und Electro. Auf zwei Bühnen und einem Partyzelt werden in 2012 wie jedes Jahr über 60 Bands auftreten.

Weitere Infos unter der Servicehotline: 01805-853 653



HARRÖSSER (HARRESSER) ERDFÄLLE



Im Naturdenkmal Harresser - Richtung Worndorf, gegenüber den keltischen Grabhügeln - findet der Kundige einige Versickerungsstellen (Dolinen), in denen das Wasser aus dem gesamten Ried versickert und nach fast eintägigem unterirdischen Lauf in der Aachquelle wieder zum Vorschein kommt. In trockenen Jahren führt der Wasserlauf, der zur Versickerungsstelle führt, kaum Wasser. Nach der Schneeschmelze oder nach starken Regenfällen ist jedoch die Mulde über der Versickerungsstelle bis zum Rand gefüllt, das überschüssige Wasser überspült den hinteren Wall und verschwindet dann in zwei kleineren Sickerlöchern, die etwa zehn Meter entfernt vom Hauptschluckloch im zerklüfteten Boden zu finden sind.

In früheren Jahrhunderten hatten die Neuhauser und Danninger Flachsbauern vor der Versickerungsstelle den Bachlauf erweitert und mit starken Bohlen verschalt. In den so geschaffenen Gruben wurde dann der geraufte Flachs (= Har) eingeweicht (rösch gemacht = gefault). Daher hießen solche "Flachsweichen" "Harrösser" in der Umgangssprache "Harresser",  von diesen Flachsgruben hat also das Naturdenkmal seinen Namen und erinnert damit an eine Zeit, als auf der Gemarkung Neuhausen noch Flachs angebaut wurde und in vielen Häusern noch die Webstühle der Hausleineweber klapperten.



HOCHMOOR IN DER "WILDE"




Hochmoore finden sich vor allem im Voralpenland und im Hochschwarzwald. Ein Hochmoor im Schindelwald südlich von Neuhausen ob Eck vermutet kaum jemand. Bis hierher waren aber vor rund 100.000 Jahren in der Risseiszeit die Gletscher der Alpen vorgedrungen und hatten Moränen mit Geröllen aus den Alpen abgelagert. Das Schindelwaldmoor "An der Wilde" mit dem kleinen See, den sich im Uferbereich angesiedelten und im Wasser spiegelnden Birken sowie den Baumleichen mit den eigenartigen Wuchsformen ist eine besondere Sehenswürdigkeit.

Meterhohe Sträucher und Pflanzen wachsen auf schwankendem Grund und auf trockenen Inseln. Im Herbst leuchten die Früchte der Heidelbeeren und der Preiselbeeren. Das Moor ist aber auch ein Reich für Frösche und Kröten, für Raupen, Käfer, vor allem auch für Mücken und Schnaken. An schwülen Sommertagen erfüllen ganze Schwärme die Luft.



KATH. KIRCHE ST. ULRICH IN OBERSCHWANDORF



Seit 1792 ist die schon im Jahr 1488 in Oberschwandorf erbaute kath. St. Ulrich-Pfarrkirche die alleinige Pfarrkirche von Ober-, Unterschwandorf, Holzach und Volkertseiler. Ältester Bauteil der heutigen Kirche ist der Turm mit der Jahreszahl 1563.


KAPELLE IN UNTERSCHWANDORF





SKIHÜTTE AM SKIHANG "LANGE HALDE"



Schon in den frühen 20er Jahren wurde in Neuhausen Ski gefahren. Skifahren war in dieser Zeit hauptsächlich Männersache. Es gab keine ausgebaute Skibahn, sondern es wurden jeweils entsprechend der Schneelage verschiedene
Hänge ausgesucht. 1966 wurde eine Skihütte erstellt und im Jahr 1975 vergrößert.

In der Nacht vom 20. auf 21. November 2002 brannte die Skihütte unbemerkt ab. In der Rekordzeit von einem Jahr wurde von den Mitgliedern des SAV eine neue, die heutige Hütte gebaut, die am 22. November 2003 eingeweiht wurde.


SKIHANG "LANGE HALDE"



Der Skihang in Neuhausen bietet Abwechslung im Winter: Kinderskilauf, Kindersnowboard, Snowboard-Fun und vieles mehr.
Durch die Flutlichtanlage ist auch Skifahren in den Abendstunden möglich. Die Skischule des SAV bietet Grundstufen- bzw. Instructor-Ausbildungen an. Vor der Skisaison werden verschiedene Vorbereitungskurse und Skigymnastik angeboten. Danach sind Sie in der Skihütte herzlich willkommen.

Jedes Jahr werden Events, wie Mannschaftsrodelrennen, Vereins- und Ortsmeisterschaften sowie Boarder- und Skicross mit Partynacht durchgeführt.

Weitere Infos unter 07467 767.



KELTENGRÄBER



Ungefähr 2 km östlich von Neuhausen, liegt in der Flur „Hätzgerwiesen“ oder „Hexenwiesen“, wenig nördlich der Bundesstraße 311, ein ausgedehntes Grabhügelfeld aus der Hallstattzeit (8.-6. Jahrhundert v. Chr.). Die in diesen Hügeln Bestatteten gehörten zu einer frühkeltischen Bevölkerung, die vermutlich aus der Verhüttung des Bohnerzes, das in dieser Region oberirdisch angetroffen wird, ihren Wohlstand erwirtschafteten.

Insgesamt handelt es sich um 21 Hügel, die südlich des Hofes Breitenfeld im Wiesengelände liegen. Glasermeister Jakob Seeh von Neuhausen grub wohl im Auftrag des Baurates Eulenstein aus Sigmaringen im Jahre 1891 in mehreren Hügeln der Nekropole. Die Funde sind jedoch verschollen.



SCHINDERGRUBE UND VIELE WEITERE ERZGRUBEN



Als die Schmelze "Ludwigstal" in Tuttlingen 1697 in Betrieb genommen wurde, begann für Neuhausen ob Eck wegen des hier vorhandenen Bohnerzes eine "Bergbau-Ära". Das vorhandene Erz wurde als so genanntes Leseerz nach der Schneeschmelze ein gesammelt oder, im Tagebau, in Erzgruben abgebaut und nach Tuttlingen gebracht.

Fast an der südlichen Grenze des Abbaugebietes, hart an der Markungsgrenze zu Liptingen, finden wir hier die "Schindergrube". Sie war die größte Grube auf unserer Gemarkung, jahrzehntelang in Betrieb und wesentlich tiefer als heute.
In dieser Grube ereignete sich am 14. Dezember 1811 der schwerste Unfall in der Geschichte der Neuhausener Erzgräberei. In einem Bericht von damals heißt es: "Zu Beginn der Nachmittagspause, alle Knappen hatten die Grube schon verlassen, stürzte die Grube mit sämtlichen Fördereinrichtungen ein und begrub den Erzmeister Johann Martin Lang, der erst nach Stunden nur tot geborgen werden konnte."

Als man nur wenige hundert Meter von hier entfernt im freien Feld eine neue Grube (Das große Loch) mit ergiebigeren Erzvorkommen erschlossen hatte, wurde die Arbeit in der "Schindergrube" beendet. 1863, als das Erzschmelzen in Ludwigstal wegen Unrentabilität eingestellt wurde, beendete dies auch die Bohnerzförderung um Neuhausen. Man schüttete die Erzgruben aber nicht zu, weil man hoffte, diese später wieder aktivieren zu können.



PESTKREUZE



Die "Pestkreuze" auch "Drei Kreuze" genannt stehen unmittelbar an der früheren Orts- und Landesgrenze, welche das Großherzogtum Baden (vormals Vorderösterreich) und das Königreich Württemberg trennte.

Erstmals wurden sie vermutlich um 1350 aus Dankbarkeit von Überlebenden der damals herrschenden Pestepidemie, oder zur Warnung vor der Pest aufgestellt. Im Laufe der Jahrhunderte ließ man sie stehen und erneuerte sie immer wieder, standen sie doch an der Landesgrenze, welche gleichzeitig die Religionsgrenze zwischen katholischem und evangelischem Gebiet bildete.



GRENZSTEINE



Für unsere Geschichte besonders wichtige Zeugnisse früherer Herrschafts- und Hoheitsansprüche finden sich am Landesgrenzweg. Dort verlief die Staatsgrenze zwischen dem Königreich Württemberg (Neuhausen) und dem Großherzogtum Baden (Schwandorf).

Auf vielen noch vorhandenen Grenzsteinen lässt sich deutlich der Grenzverlauf an oben auf dem Stein eingemeißelten Linien erkennen.
Die Kennzeichnung KW und drei Hirschstangen stehen für das Königreich Württemberg, N für Neuhausen. GB und das Wappen mit Schrägbalken kennzeichnen das Großherzogtum Baden, ergänzt durch S für Schwandorf.