1225 Jahre Holzach
Beim Festakt im Bürgersaal, dem 100 Bürgerinnen und Bürger beiwohnten, wurde das Buch mit neuen Beiträgen zur Geschichte und Gegenwart von Schwandorf der Öffentlichkeit vorgestellt. Ortsvorsteher Günter Binder richtete seine Grußworte insbesondere an die Autoren, welche zum neuen Buch beigetragen haben und überreichte das erste Exemplar an Pfarrer i. R. Heinrich Heidegger aus Meßkirch. Als Pfarrer von Schwandorf in den Jahren 1961 bis 1971 hatte Heinrich Heidegger die erste Schwandorfer Ortschronik verfasst und in seinem Leitwort festgehalten: „Es bleibt die Hoffnung, dass irgendeiner das Begonnene fortsetzen wird“. So wurde nun ein neues Buch verfasst, das die ersten urkundlichen Erwähnungen der vier Ortsteile von Oberschwandorf, Unterschwandorf, Holzach und Volkertsweiler zum Inhalt hat und die Jahre von 1942 bis zur Gegenwart der politischen Gemeinde, der Kirchengemeinde und das Vereinsleben dokumentiert. „Wer sich der Geschichte besinnt, sich mit der Heimat beschäftigt, der findet zur gemeinsamen Identität“ so Bürgermeister Hans-Jürgen Osswald, der in seinen Ausführungen den Dank für dieses gelungene Werk an die engagierten Mitbürger richtete. Kreisarchivar Dr. Hans-Joachim Schuster zitierte in einer erfrischenden Festrede Passagen und Episoden aus den Analen über die Begebenheiten der einstigen Vorfahren. Beim Griff in die Geschichtsbücher verschiedener Archive fand er recht interessante Zitate und Dokumentationen, so dass hin und wieder ein Raunen oder Schmunzeln durch die Reihen der aufmerksamen Zuhörer ging. Mit viel Beifall wurde seine Rede bedacht.
Die Autoren des Buches sind: Kreisarchivar Dr. Hans-Joachim Schuster und Horst-Dieter Freiherr von Enzberg (Schwandorfer Geschichte), Hans-Georg Stritzel (Auswanderungen), Heinrich Bastuck (Schwandorfer Chronik im 20. Jahrhundert), Bürgermeister a. D. Walter Renner (Schwandorf seit der Kommunalreform), Johannes Steppacher (neuer Kirchengeschichte), Beate Fischer-Gog (Geschichte zur Schule und zum Kindergarten), Marianne Binder (Kleinode am Wegesrand) und Ortsvorsteher Günter Binder (die Schwandorfer Vereine).
Mit einem herzlichen „vergelt´s Gott“ für die Mitarbeit am historischen Lesebuch und der Einladung zum Stehempfang schloss Ortsvorsteher Günter Binder die Veranstaltung. Heinrich Bastuck, Vorsitzender des Heimatvereins, hatte zum Stehempfang eine PowerPoint – Präsentation mit Bildern aus vergangen Tage zusammengestellt und damit an Begebenheiten der jüngeren Geschichte erinnert. Das Jugendensemble der Schwandorfer Musikvereins unter der Leitung von Walter Muttscheller hatte den Festakt musikalisch umrahmt.

Pfarrer Heinrich Heidegger (links) erhält das erste Buchexemplar zur Schwandorfer Geschichte von Ortsvorsteher Günter Binder.
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